Samstag, 26. Juni 2010

Das deutsche Gen

Meine drei Kinder sind in Frankreich geboren und fühlen sich trotz ihres englischen Passes als waschechte Franzosen.
Sie sind hier in den Kindergarten, Schule, Uni gegangen, sind mit nichts von den Nativen zu unterscheiden, kennen Deutschland nur aus den Ferien von Besuchen bei den Großeltern und sind der lebende Beweis für eine gelungenen Integration der englisch-deutschen Eltern.
Logisch dass an dieser Stelle ein ABER kommen muss, sonst wäre das Ganze ja ziemlich langweilig!
Aber manchmal - hier ist es also nun, das aber meine ich - setzt sich das deutsche Gen überraschend durch.
So geschehen bei meiner großen Tochter, vor ein paar Tagen, als sie sich entschloss mit mir am Sonntag nach Deutschland zu fahren, um mich bei dem Umzug meiner Mutter zu unterstützen.
Lobenswert - könnte man jetzt denken.
Denn welcher Jugendliche meldet sich freiwillig zum Möbelschleppen?
Diese plötzliche Hilfsbereitschaft ist aber seitens Großer Tochter ziemlich egoistisch, denn - und Achtung jetzt kommt das deutsche Gen! - sie freut sich auf:
Müller Milch - Dickmanns - Leberkäse - Rotkraut - Almette Frischkäse -Salami - deutscher Butterkäse - Mettwurst!

Irgendwo habe ich was falsch gemacht!

Freitag, 25. Juni 2010

Cover-version von Satellite die richtig gute Laune macht

Es gibt unzählige, mehr oder weniger gelungene Cover-Versionen von Lena Meyer Landruth's Satellite.
Eigentlich bin ich ein Fan der original Version.
Als mir meine Kinder aber diese junge Band auf You Tube zeigten.... Tja was soll ich sagen.... schmolz ich dahin.
Ganz ehrlich?
Ich finde diese Version von Tyler Ward und seine Crew macht so richtig gute Laune!

Wie es wäre reich zu sein

Auf dem Blog einer talentierten Scrapbookerin durfte ich kürzlich lesen, wie sie sich ihre ideale Ferieneinteilung vorstellt.
Der Morgen beginnt mit einem motivierten Garten versorgen, Duschen, Aufräumen, Schränke ausmisten, Computer entrümpeln, Ordner ordnen und noch so die ein oder andere ungeliebte Nettigkeit.
Den Nachmittag wollte sie dann ausschließlich ihren Kindern widmen, ihrem Hobby frönen, lesen, schlafen, ausruhen.
Ein Kommentar dazu lautete: wenn Du den 72 Stunden Tag erfunden hast, dann gib Bescheid!
Ach ja – wäre es nicht schön reich zu sein?
Ich habe reiche Leute noch nie um ihre Schlösser, Yachten, Ferienhäuser, Juwelen, glatt geliftete Gesichter oder New Yorker Zweitwohnsitze beneidet.
Vor Botox habe ich Schiss, auf Booten wird mir schlecht, ein Schloss ist mir zu groß und Juwelen, Designerhandtaschen und protzige Uhren waren sowieso noch nie mein Ding.
Aber um eines beneide ich reiche Leute so sehr, dass meine blauen Augen anfangen grün zu schillern: Zeit!
Denn… wenn man reich ist, kann man sich Personal leisten!
Und Personal gibt Zeit:
Eine Putzfrau, die jeden Tag aufräumt.
Ein Koch, der mir das verhasste und in Frankreich zweimal am Tag warme Kochen abnimmt.
Ein Gärtner, der die großen Arbeiten erledigt und somit meinen Rücken schont.
Und einen Fensterputzer, der mir einmal im Monat meine vielen Fenster putzt.
Um den Rest kümmere ich mich gerne selbst.
Nur weil ich Personal habe, heißt es ja noch lange nicht, dass ich nur noch faul auf der Haut liege und mir den ganzen Tag krebserzeugende Sonnenstrahlen auf den nicht mehr ganz so schlanken Bauch brennen lasse.
Ich bin zum Beispiel eine leidenschaftliche Computer-Organisiererin oder sorge gerne für eine nach Farben und Themen sortierte Ordnung in meinen Wäscheschränken. Auch auf meinem Mikro-Traktor kann ich Stund um Stund Rasen mähen, ohne dass mir langweilig wird.
Nur leider habe ich dabei immer ein schlechtes Gewissen, weil ich mir einbilde, dass Küche, Bad und Wohnzimmer immer viel wichtiger sind. Es könnte ja jemand vorbei kommen….!
Absolviere ich all die von mir als so wichtig angesehenen Pflichtarbeiten zuerst, dann fehlt mir danach meist der Mumm für die nicht so wichtigen - die man ja auch nicht sieht - und verschiebe sie auf unbestimmt.
Dabei habe ich immer das Gefühl, nie genug getan zu haben.
Die Liste der Das-muss-ich-noch-machen-Tätigkeiten ist wie die Unendliche Geschichte von Michael Ende.
Ellenlang und ohne Schluss!
Kaum habe ich oben ein paar Punkte abgearbeitet, dann kommen unten schon wieder neue dazu.
Ach ja!!!
Personal…………. das wär’s!
Am Samstag spiele ich im Lotto!

Mittwoch, 23. Juni 2010

Wenn der Pariser nicht aufs Land fahren kann, dann kommt das Land halt eben nach Paris

Jeder Pariser Stadtbewohner, der was auf sich hält, ist spätestens am Freitagabend um 17°° auf einer der  Autobahnen, die sich sternenförmig um  „La Capitale“, der Hauptstadt erstrecken.
Es gehört zum guten Ton und ist fester Bestandteil der französischen Kultur, einen Kurzurlaub „à la campagne“ zu verbringen und die Verwandtschaft oder Freunde mit einem Besuch zu beglücken.
Die verstopften Autobahnen an schönen, sonnigen Wochenenden sind legendär.
Dramatisch wird es, wenn Brückentage dazukommen.
Schon Tage vorher warnt der französische Verkehrsfunk vor den Hauptstoßzeiten.
Auf der Péripherique, die vierspurige Stadtumgehungsstraße und den französischen „Autoroutes“ geht es dann meist nur im Schneckentempo vorwärts und manchmal hören wir das Rauschen der überfüllten normannischen Autobahn bis in unser 5 km entferntes Dorf.
Wer nun aber keine Oma und Opa, Tante und Onkel in der Normandie hat und vielleicht auch sonst nicht mit dem nötigen Kleingeld gesegnet ist, sich mit Kind und Kegel in einer „Auberge“ einzumieten, der ist dazu verdammt das Wochenende in der Stadt zu verbringen.
Um diesen Menschen die „campagne“ also das Land, ein wenig näher zu bringen, haben sich die französischen Bauern Ende Mai 2010 etwas einfallen lassen: sie haben die Champs Elysee, sonst hoffnungslos überflutet vom nicht enden wollenden Verkehr, in einen blühenden Garten verwandelt.
Ein Wochenende lang war die berühmte Prachtstraße von Paris, die mit ihren Cafés und Boutiquen nicht urbaner sein könnte, eine grüne Insel in der Insel von Frankreich (Isle de France = das Departement in und um Paris)
Die ganz Maßnahme hatte einen durchaus ernsten Hintergrund: französische Landwirte wollen auf ihren Berufstand aufmerksam machen und karrten 700 Bäume, 150.000 Pflanzen, 1000 Tonnen von Erde inklusive Pferde, Schweine, Kühe und Schafe in die Hauptstadt.
Sie wollten die Menschen daran erinnern, dass wir alle auf die Erträge der Natur angewiesen sind und ihre Aktion ist eine Art grüner Protest gegen steigende Kosten und fallenden Ertragsgewinn.




Ein kleines Filmchen dazu?



Lust zum mitsingen?

Je m'baladais sur l'avenue
Le coeur ouvert à l'inconnu
J'avais envie de dire bonjour
À n'importe qui
N'importe qui ce fut toi
Je t'ai dit n'importe quoi
Il suffisait de te parler
Pour t'apprivoiser


Aux Champs-Élysées
Aux Champs-Élysées
Au soleil, sous la pluie
À midi ou à minuit
Il y a tout ce que vous voulez
Aux Champs-Élysées

Dienstag, 22. Juni 2010

Gänsehautfeeling in der Pariser Métro

Ich beobachte gerne Menschen.
Ob nun im Café in Rouen, im Zug nach Deutschland oder im Supermarkt in Pont Audemer.
Man erfährt eine ganze Menge, wenn man sich die Mühe macht, ab und an etwas näher hin zuschauen. Dabei versuche ich den Menschen, so zu sehen wie er ist und meine Vorurteile: dick, dünn, arm, reich, schwarz oder weiß, außen vor zulassen.
Die Pariser Métro ist der Umschlagplatz für Beobachtungswütige wie mich.
Ich könnte mir stundenlang, auf den unbequemen Plastikschalen sitzend, Geschichten zu den Mitfahrenden ausdenken. Manchmal passieren in den unterirdischen Zügen so ungewöhnliche Dinge, dass sie eine ganze Flut von erstaunlichen Erkenntnissen in mir hervorrufen.
So geschehen gestern, als ich erneut über das You Tube Video der amerikanischen Beatbox-Gruppe“Naturally 7“ stolperte. Diese Gruppe hatte mich vor Jahren mit ihrem Song „Feel It“ so total begeistert, dass ich die Melodie sogar als Klingelton auf meinem Handy habe. Nicht zuletzt auch deshalb, weil ich es irre spannend finde, dass es sich hier um eine rein akustische Gruppe handelt, die ohne auch nur ein einziges Instrument zu benutzen, diese wunderbaren Töne hervor zaubert.
Und wieder begeisterte ich mich für das Video, in der die Gruppe, die vor ein paar Jahren in der Pariser Métro von A nach Z fuhr, ganz spontan anfing zu singen.
Da ich das Lied ja nun zur Genüge kenne, beobachtete ich, auf meinem Sitzball vor dem Computerscreen rhythmisch hüpfend, die Menschen, die an diesem Tag in der Métro fuhren und das unglaubliche Glück hatten – hach, was bin ich so neidisch – einem Spontankonzert von Naturally 7  beizuwohnen.
So was passiert nicht alle Tage und ich würde was darum geben, dabei gewesen zu sein.
Die Menschen, die tagtäglich in der Métro unterwegs sind, sind die ein oder andere lautstarke Musikbegleitung gewöhnt und so wundert es mich nicht, dass die ersten Sekunden des Videos völlig unspektakulär verlaufen. Monsieur und Madame Tout-Le-Monde drehen dem ganzen Spektakel eher gleichgültig den Rücken zu.
„Oh, nicht schon wieder!“ wird sich der eine oder die andere mit Sicherheit gedacht haben!
Der Mann im dunklen Mantel erregt meine Aufmerksamkeit, denn er schaut einmal kurz über die Schulter, schaut anschließend zu der Dame mit dem Tierprint-Schal, vielleicht um herauszufinden, wie sie auf das Gesinge reagiert, und kümmert sich dann wieder, völlig unberührt, um die Musik in seinem I-Pod.
Nachdem das klirrende Signal der Métro die Weiterfahrt signalisiert, fängt Mme Tierprintschal an,  ganz vorsichtig im Rhythmus zu wippen. Vielleicht ist es aber auch nur das Geschaukel der U-Bahn.
Immer mehr Menschen drehen sich langsam der Gruppe zu, fangen an zu lächeln, zücken die Handys, um zu fotografieren und zu filmen, fangen teilweise fast zu tanzen an.
Neue Menschen steigen hinzu und werden von den Rhythmen mitgerissen.
Nur Monsieur Dunkler Mantel nicht!
Während sich mittlerweile das ganze Abteil Naturally 7 zuwendet, steht er stoisch, mit der Gruppe zugewandten Rücken, und will sich einfach nicht in den Bann der Gruppe hineinziehen lassen.
Selbst als die Gruppe ihren Song beendet und die Menschen begeistert in die Hände klatschen, dreht er sich nicht um. 
Was ist das für ein Mann?  frage ich mich und finde es faszinierend, dass Dunkler Mantel ganz augenscheinlich die „leblose“ Musik aus seinem Elektronik-Gerät, der echten und gelebten Musik vorzieht, und sich stattdessen lieber die Ohrstöpsel zurecht rückt, anstatt die Dinger heraus zu nehmen und 5 Minuten lang, reale und leidenschaftlich vorgetragene Musik sehen und hören und “erleben“ zu können.
Ich bilde mir ein, regelrecht die Inflexibilität dieses Mannes spüren zu können. Mann bin ich froh, mit so jemand nicht verheiratet zu sein.
Je öfter ich mir dieses Video anschaue, umso steifer wirkt Dunkler Mantel auf mich.
Es drängt sich mir die unangenehme Frage auf, ob wir nicht alle, hier und da, wie Dunkler Mantel in der Weltgeschichte herum stehen und gar nicht mitbekommen, dass hinter unserem Rücken gerade ein kleiner Moment des Glücks an uns vorbei rattert.
Wir erwarten vom Glück nämlich, dass es sich mit Fahnen und Trompeten ankündigt und wir Zeit haben, wie bei  Silvester mit dem 10 Sekunden Countdown, uns seelisch und moralisch darauf einzustellen.
Anstatt den Moment zu genießen, sind wir eingeschlossen in unserer Wann-Man-Was-Wie-Tut-Welt, und merken dabei nicht, dass die kleinen goldenen Momente  im Leben sich grundsätzlich nicht telefonisch anmelden:
„Hallo Pia – hier ist Dein Glücksmoment! Ich komme morgen an der und der Stelle, um die und die Uhrzeit, für die und die Dauer vorbei!“
So läuft es im Leben nicht!
Glück ist das Lachen des zahnlosen Baby's im Kinderwagen an der Supermarktkasse.
Die nasse Hundezunge, die dem Frauchen einmal quer über das Gesicht leckt.
Oder aber eben die Musiker, die aus Spaß an der Freude in der U-Bahn ihre Leidenschaft leben.
Ob Dunkler Mantel das irgendwann mal begreifen wird?
Ich wünsche es ihm von Herzen!




Noch mehr von Naturally 7 gibt es hier
Den Song in der "professionellen"Version hier




Montag, 14. Juni 2010

Hotelgeschichten

Das Hotel hat mich wieder. 
Eigentlich wollte ich mich nur noch auf meine Scrapbookingkurse konzentrieren und den Stress und das Durcheinander rund ums Hotelgewerbe weit hinter mir lassen.
Im September letzten Jahres hatte die Differenz zwischen meiner, ich gebe es ja zu, manchmal rigiden deutschen Gründlichkeit versus dem libanesisch-französisch-liberalen Chaos-Management ihren absoluten Höhepunkt erreicht, und bevor ich mir die Haare einzeln aus meinem Schopf reißen würde und ich gänzlich an dem Oben-Hui-unten-Pfui-Konzept verzweifeln würde, zog ich freundschaftlich, aber bestimmt, die Konsequenz und beendete die Saison früher als geplant.
Zwei Jahre arbeitete ich als Direktionsassistentin in einem Schlosshotel in Pont Audemer.
Aber mal ganz ehrlich: diese hochtrabende Berufsbezeichnung ist auch nichts anderes als eine blumige Umschreibung  für „Mädchen für alles“.
So ähnlich wie eine Putzfrau heute nicht mehr schnöde putzt, sondern den Raum pflegt oder ein Gärtner nicht mehr Unkraut im Garten jätet, sondern die Landschaft pflegt.
Ich habe viel gelernt in den letzten zwei Jahren und ich werde wohl nie wieder ein Hotel, Restaurant oder Café betreten, ohne mich zu fragen, welches Durcheinander sich gerade im verborgenen Teil des jeweiligen Etablissements abspielt. Sollte mir eine Kellnerin mit leicht gehetzten Gesichtsausdruck und zitternder Hand eine Cola servieren, dann wird sie von mir, bis an mein Lebensende, ein freundliches, verständnisvolles  Lächeln bekommen. Denn entweder fängt sie in diesem schwierigen Metier gerade erst an, oder der Chefkoch ist in den Untiefen des Restaurant dabei, aus einer Fliege einen Elefanten zu machen.
Das Gehirn ist ein Muskel, der, wenn er regelmäßig trainiert wird, das Gedächtnis zu Höchstleistungen anpeitschen kann. Nichtsdestotrotz braucht es wohl jahrzehntelange Übung, um sich verschiedene Bestellungen für mehrere Tische merken zu können oder sich als Mitarbeiter der Rezeption für knapp 24 Stunden einzuprägen, welcher Gast, mit welchem Namen, in welchem Zimmer wohnt.

Vielen unterschiedlichen Menschen begegnet man in einem Hotel.
Jeder ist auf seine Weise unvergesslich:
Da gibt es zum einen den typisch kleinen Franzosen, mit krokodilledernen Mokassins an den Füßen, verspiegelter Sonnenbrille auf den dunklen, drahtigen Haaren und Bling Bling Uhr am Handgelenk, die nur darauf wartet, mit einem arroganten Schnicken der Finger in Szene gesetzt zu werden. Der mit forschem Schritt in Richtung Rezeption stürmt und das beste Zimmer des Hauses verlangt, sich nach der Inspektion dann aber doch "überraschenderweise" für das günstigste unter dem Dach entscheidet. Dessen weibliche Begleitung, eine Vision in Blond und Rosa auf hochhackigen Schuhen nervös hinter ihm her tänzelt und ganz offensichtlich unangenehm berührt ist, von dem arroganten Gehabe ihres Göttergatten.
Dann gibt es die junggebliebene, attraktive Mitvierzigerin, die von einem so umwerfend gut aussehenden Mann begleitet wird, dass die Rezptionistin wie die Maus vor der Schlange erstarrt und nur durch ein vom Maître D‘ geflüstertes: „Entspanne Dich! Das ist ein Callboy!“ wieder aus ihrer Versteinerung herausfindet.
Man begegnet dem reizenden, amerikanischen Ehepaar fortgeschrittenes Alters, das an der französischen Straßenverkehrsregelung verzweifelt und unglaublich dankbar ist, dass ihm jemand in seiner Muttersprache die fiesen, kleinen Tücken der gallischen Umleitungsstrategie erklären kann.
Die verschüchterten Großeltern, die von ihren Kindern, Enkeln und Ur-Enkeln zum 50. Hochzeitstag einen Wochenendaufenthalt im 4 Sterne Hotel geschenkt bekommen haben und die sich von dem antiken Luxus regelrecht erschlagen fühlen und wohl am liebsten postwendend auf ihren vertrauten Bauernhof zurückkehren würden.
Oder aber die lärmende Gruppe gut gelaunten Engländer,die die Hoteltreppe hoch gejoggt kommt, und wie jedes Jahr, auf ihrem Weg zu dem berühmten Autorennen in Le Mans, einen gepflegten, von vielen Flaschen belgischen Biers begleiteten Zwischenstopp einlegt.  „Man gönnt sich ja sonst nichts“ zwinkert der Anführer der Gruppe der Hotelangestellten zu und verspricht ihr, die mitgebrachten heiß geliebten Oldtimer nach dem Einchecken ordentlich auf dem Parkplatz abzustellen.

All das hat mir gefehlt.
So sehr, dass es nicht viel Überredungskunst seitens meiner Chefin brauchte, um mich wieder an Bord zu holen.
Allerdings, da blieb ich hart, nur am Wochenende.
Das ist  der geschäftigste Moment im Hotelgewerbe und mir wird keine Zeit bleiben, mir über das kreative Chaos im Hintergrund auch nur ansatzweise Gedanken zu machen.

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