Wenn mir jemand vor ein paar Jahren gesagt hätte, dass man auf Papier nicht nur malen, sondern daraus mit Leidenschaft kleine Kunstwerke zaubern und dabei völlig Raum und Zeit vergessen kann, den hätte ich freundlich nickend angelächelt... und mich dann wieder meinem Garten gewidmet.
Dann lud mich eine Freundin zu einem Workshop ein. Ich bastelte, aus zugegebenermaßen sehr schönem Papier, ein kleines Album, in das ich Fotos von unserem verstorbenen Hund Toby einklebte. Ich verbrachte einen locker flockigen Sonntag-nachmittag und ich muss gestehen, dass ich mich keineswegs langweilte.
Aber ganz ehrlich?
Ich fand das Ergebnis jetzt nicht wirklich überzeugend.
Und so widmete ich mich wieder meinem Garten.
Das mit dem "Basteln mit dem Papier" hatte für mich eher was biederes, hausbackenes, ja eigentlich fast schon spießiges und war in meinen Augen dann doch mehr was für Leute mit gaaaanz viel Zeit.
Meine Family, mein Haus und Garten inklusive Zoo, meine Freunde und meine schriftstellerischen Ambitionen verlangten mir in puncto Kreativität mehr als genug Energie und Zeit ab.
Dachte ich!
Wie heißt es so schön: der Mensch denkt und Gott und das Universum lenkt?
Mein Chef der himmlischen Sphären hatte anderes mit mir vor und ehe ich mich versah, erhielt ich einen Anruf von der Dame, die für meine ersten " ich-scrapbooke-heute" Versuche verantwortlich war. Besagte Dame hatte einen Laden und Workshops etwa eine Stunde von PontAudemer entfernt und konnte aus persönlichen Gründen, ein von ihr geplantes und von mehreren Teilnehmern fest gebuchtes "Atelier" nicht abhalten und bat mich, für sie einzuspringen.
"Ich???" fragte ich sie damals entsetzt. "Wie soll ich das machen?"
"Du hast Talent und ich mag dich" entgegnete sie mir. "Du schaffst das schon. Ich gebe ich dir einen Crashkurs."
Und genau das war der Anfang meines Endes.
Wenn ich heute, mehr als 5 Jahre später, ein paar Tage nicht zum "scrappen" komme, dann werde ich knatschig, denn mir fehlt was.
Mittlerweile bin ich ein kleiner Teil einer riesengroßen, internationalen, unglaublich talentierten Gemeinschaft von Scrapbookerinnen - hoch lebe das Internet - und habe sogar ein ganzes Holzhäuschen meiner Leidenschaft gewidmet. Ich habe gelernt, mir zu vertrauen und bin im Großen und Ganzen - wenn ich nicht gerade wieder von Selbstzweifeln geschüttelt werde - recht zufrieden mit meinen Kreationen. Meine Schüler, alles Ladies, die selbst dem Scrapbooking Fever verfallen sind, freuen sich wie kleine Kinder über meine verrückten Ideen und Kreationen und geben meinem Leben einen wirklich wunderbaren Sinn!
Und manchmal überrasche ich mich sogar selbst, in dem ich etwas "erfinde", was ich selbst richtig, richtig schön finde...
Freitag, 29. Oktober 2010
Montag, 25. Oktober 2010
Urlaub in Frankreich?
Zur Zeit wohl eher schwierig - es sei denn man hat einen super großen Benzintank: wir sind übrigens oben in dem roten E ( Eure) und zeigt die Zahl der geschlossenen Tankstellen an
Freitag, 22. Oktober 2010
Ich sehne mich so sehr nach....Routine!
Als Teenager trieb mich die tagtäglich, eintönige Routine meiner Eltern ab und an, an den Rand des Wahnsinns: 7 Uhr morgens aufstehen, um 8h frühstücken, anschließend eine Stunde mit dem Hund spazieren. Das Mittagessen stand um Eins auf dem Tisch - mein werter Herr Papa konnte sonst leicht ungnädig werden. Danach eine Stunde Siesta, danach nochmal Gassi mit dem Hund.
Spot-on um 4h: Kaffee trinken! Ganz heilig! Um halb acht Abendbrot.
Diese zeitliche Anordnung stand so unerschütterlich fest, dass ich sie heute noch, viele Jahrzehnte später aus dem FF rezitieren kann.
Was mir als Teenager so auf den Zeiger ging, wäre zum jetzigen Zeitpunkt die Rettung in der Not für mein angekratztes Nervenkostüm.
Irgendwie läuft gerade mal wieder alles aus dem Ruder und ich sehne mich so sehr nach eintöniger "Handlungsabfolge , die durch vielfältige Wiederholung zur Gewohnheit geworden ist" (wikipedia.de)
Das einzige was sich im Moment mit regelmäßiger Sicherheit wiederholt, ist das frühe Aufstehen. Ansonsten scheint unsere Haushexe, aus mir völlig unerklärlichen Gründen, auf dem Kriegspfad und ich habe das Gefühl, dass sie des nächtens auf ihrem Besen in der Gegend herum fegt und alles mit einem faulen Zauber belegt.
Kaum haben wir uns von dem plötzlichen Tod des einen Pferdes erholt, da meint ein anderes meinen chaotischen Alltag mit Nasenbluten noch ein bisschen aufpeppen zu müssen.
Nasenbluten bei Pferden - mir bis dato völlig unbekannt, aber hey, ich bin ja lernfähig - ist jetzt echt was ganz was Feines, weil man dem Viech ja schlecht sagen kann, es soll seinen Kopf in den Nacken legen und sich ruhig verhalten. Ergo ist im Stall alles blutverschmiert. Da große Tochter mit ihrer Ausbildung voll beschäftigt ist, gehört das morgendliche Ausmisten der Ställe - und nun halt noch zusätzlich Blut entsorgen - wieder zu meinen Aufgaben.
Ich nehme es sportlich, erspart es mir nämlich den Gang ins teure Fitnessstudio.
So tigere ich nun jeden Morgen, ich habe ja sonst nichts Besseres zu tun, in aller Herrgottsfrühe mit Einwegspritzen bewaffnet in den Stall und jage meiner armen Stute die eklig langen Nadeln in den Hals. Das alles noch vor dem Frühstück.
Auch auf Sohnemann ist keinen Verlass mehr, da im Moment in Frankreich alles streikt, und ich nie weiß, wann ich ihn zur Schule bringen oder abholen soll und stehe somit permanent auf Abruf.
Das ist super produktiv für die generelle Tagesplanung.
Das Benzin in meiner Kangoo neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Sämtliche Tankstellen in und um Pont Audemer sind noch immer geschlossen und von eben mal schnell in die Stadt fahren kann keine Rede mehr sein. Alles will gut kombiniert und geplant werden.
Die Regierung tönt zwar laut und breit, dass es keine Pénurie (Mangel) an Benzin gebe, aber irgendwie scheinen die nicht sonderlich mit den Gegebenheiten des normannischen Landlebens vertraut zu sein.
Hallo? Huhu - hört mich einer?
Ohne mein Auto bin ich hier in meinem entzückenden Dorf ziemlich aufgeschmissen!
Vielleicht sollte ich mir ein Pferd satteln und ins 6km entfernte Pont Audemer zum einkaufen reiten?!
Kleine Tochter ist, trotz Heimweh, dazu verdammt in der Bretagne zu bleiben. Das französische Zugnetz ist so unglaublich gut organisiert , dass man von Rennes nur nach Caen reisen kann. Caen wiederum ist von uns eine gute Autostunde entfernt und an einen Abholtrip ist, den Streikern sei Dank, nicht zu denken .
DH (dear husband), der mir am Wochenende unter die Arme greifen wollte, bleibt vorerst auch in der Hauptstadt, denn die SNCF macht im Moment sowieso was sie will will.
Somit ist jeder Tag ein Abenteuer, von dem ich nie weiß mit welche Überraschung an der nächsten Ecke ich rechnen muss.
Ich komme gerade vom Einkaufen zurück und kam an einer offenen Tankstelle vorbei. Die Schlange der wartenden Autos war so lange, dass mich der Mut verlassen hat. Ich hätte schätzungsweise ein bis zwei Stunden warten müssen, um meine Auto für 20 Euro (Maximalausgabe) betanken zu können.
Spot-on um 4h: Kaffee trinken! Ganz heilig! Um halb acht Abendbrot.
Diese zeitliche Anordnung stand so unerschütterlich fest, dass ich sie heute noch, viele Jahrzehnte später aus dem FF rezitieren kann.
Was mir als Teenager so auf den Zeiger ging, wäre zum jetzigen Zeitpunkt die Rettung in der Not für mein angekratztes Nervenkostüm.
Irgendwie läuft gerade mal wieder alles aus dem Ruder und ich sehne mich so sehr nach eintöniger "Handlungsabfolge , die durch vielfältige Wiederholung zur Gewohnheit geworden ist" (wikipedia.de)
Das einzige was sich im Moment mit regelmäßiger Sicherheit wiederholt, ist das frühe Aufstehen. Ansonsten scheint unsere Haushexe, aus mir völlig unerklärlichen Gründen, auf dem Kriegspfad und ich habe das Gefühl, dass sie des nächtens auf ihrem Besen in der Gegend herum fegt und alles mit einem faulen Zauber belegt.
Kaum haben wir uns von dem plötzlichen Tod des einen Pferdes erholt, da meint ein anderes meinen chaotischen Alltag mit Nasenbluten noch ein bisschen aufpeppen zu müssen.
Nasenbluten bei Pferden - mir bis dato völlig unbekannt, aber hey, ich bin ja lernfähig - ist jetzt echt was ganz was Feines, weil man dem Viech ja schlecht sagen kann, es soll seinen Kopf in den Nacken legen und sich ruhig verhalten. Ergo ist im Stall alles blutverschmiert. Da große Tochter mit ihrer Ausbildung voll beschäftigt ist, gehört das morgendliche Ausmisten der Ställe - und nun halt noch zusätzlich Blut entsorgen - wieder zu meinen Aufgaben.
Ich nehme es sportlich, erspart es mir nämlich den Gang ins teure Fitnessstudio.
So tigere ich nun jeden Morgen, ich habe ja sonst nichts Besseres zu tun, in aller Herrgottsfrühe mit Einwegspritzen bewaffnet in den Stall und jage meiner armen Stute die eklig langen Nadeln in den Hals. Das alles noch vor dem Frühstück.
Auch auf Sohnemann ist keinen Verlass mehr, da im Moment in Frankreich alles streikt, und ich nie weiß, wann ich ihn zur Schule bringen oder abholen soll und stehe somit permanent auf Abruf.
Das ist super produktiv für die generelle Tagesplanung.
Das Benzin in meiner Kangoo neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Sämtliche Tankstellen in und um Pont Audemer sind noch immer geschlossen und von eben mal schnell in die Stadt fahren kann keine Rede mehr sein. Alles will gut kombiniert und geplant werden.
Die Regierung tönt zwar laut und breit, dass es keine Pénurie (Mangel) an Benzin gebe, aber irgendwie scheinen die nicht sonderlich mit den Gegebenheiten des normannischen Landlebens vertraut zu sein.
Hallo? Huhu - hört mich einer?
Ohne mein Auto bin ich hier in meinem entzückenden Dorf ziemlich aufgeschmissen!
Vielleicht sollte ich mir ein Pferd satteln und ins 6km entfernte Pont Audemer zum einkaufen reiten?!
Kleine Tochter ist, trotz Heimweh, dazu verdammt in der Bretagne zu bleiben. Das französische Zugnetz ist so unglaublich gut organisiert , dass man von Rennes nur nach Caen reisen kann. Caen wiederum ist von uns eine gute Autostunde entfernt und an einen Abholtrip ist, den Streikern sei Dank, nicht zu denken .
DH (dear husband), der mir am Wochenende unter die Arme greifen wollte, bleibt vorerst auch in der Hauptstadt, denn die SNCF macht im Moment sowieso was sie will will.
Somit ist jeder Tag ein Abenteuer, von dem ich nie weiß mit welche Überraschung an der nächsten Ecke ich rechnen muss.
Ich komme gerade vom Einkaufen zurück und kam an einer offenen Tankstelle vorbei. Die Schlange der wartenden Autos war so lange, dass mich der Mut verlassen hat. Ich hätte schätzungsweise ein bis zwei Stunden warten müssen, um meine Auto für 20 Euro (Maximalausgabe) betanken zu können.
Mittwoch, 20. Oktober 2010
In Frankreich ist die Hölle los!?
Zumindest hat man das Gefühl, wenn man die internationale Presse liest.
Ganz so schlimm ist hier auf dem Land noch nicht, wenn man mal davon absieht, dass wir seit ein paar Tagen keine offenen Tankstellen mehr haben.
Die Streiker blockieren die Raffinerien und somit heißt es an der Zapfsäule: pas de gasoil - kein Diesel.
Pech für mich - fährt meine heiß geliebte Kangoo mit eben jenem Saft. Somit überlege ich mir ganz genau für welche Fahrten ich die Nadel meines noch halb vollen Tank in Richtung Reserve zwinge.
Man streikt gegen die Rentenreform - an sich ja völlig legitim.
Was mich als "zugereisten" Beobachter aber immer wieder fasziniert, ist, mit welcher Selbstverständlichkeit und gallischer Gelassenheit der Franzose den Streik hin nimmt, der diesesmal fast in eine Revolution auszuarten scheint und das ganze Land lahmlegt, als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt.
Mit bemerkenswerter Geduld steigt ein Mann in Marseille über Berge von Müll und die Frau im Stau, die im Schneckentempo über die Autobahn kriechen muss, weil die Laster das langsame Tempo vorgeben, sagt in die Kamera, dass sie zwar eben zwei Stunden für eine 10 Minuten Strecke gebraucht habe aber im Prinzip völlig hinter den Streikern stehe.
Die Franzosen sind stinksauer das ein, leider von ihnen selbstgewählter Präsident, die Unverschämtheit besitzt, sie zum Sparen zwingen zu wollen. Ein Präsident der, glaubt man den Gerüchten, im letzten Jahr mal eben zwischen 500 und 600 Euro für frischen Blumen an Steuergeldern für sein " Zuhause" ausgegeben hat.
Pro Tag!
Man kann jetzt pro oder contra sein für den Streik oder die Rentenreform und viele der schlimmen Straßenschlachten sind weiß Gott nicht in Ordnung oder zu entschuldigen - aber es ist irgendwie bewundernswert, wie sich die Bevölkerung eines ganzen Landes hinter eine Bewegung stellt und ihrer Regierung das "ras le bol" (was so viel heisst wie, die Nase gründlich voll zu haben) so deutlich vor Augen führt.
Ganz so schlimm ist hier auf dem Land noch nicht, wenn man mal davon absieht, dass wir seit ein paar Tagen keine offenen Tankstellen mehr haben.
Die Streiker blockieren die Raffinerien und somit heißt es an der Zapfsäule: pas de gasoil - kein Diesel.
Pech für mich - fährt meine heiß geliebte Kangoo mit eben jenem Saft. Somit überlege ich mir ganz genau für welche Fahrten ich die Nadel meines noch halb vollen Tank in Richtung Reserve zwinge.
Man streikt gegen die Rentenreform - an sich ja völlig legitim.
Was mich als "zugereisten" Beobachter aber immer wieder fasziniert, ist, mit welcher Selbstverständlichkeit und gallischer Gelassenheit der Franzose den Streik hin nimmt, der diesesmal fast in eine Revolution auszuarten scheint und das ganze Land lahmlegt, als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt.
Mit bemerkenswerter Geduld steigt ein Mann in Marseille über Berge von Müll und die Frau im Stau, die im Schneckentempo über die Autobahn kriechen muss, weil die Laster das langsame Tempo vorgeben, sagt in die Kamera, dass sie zwar eben zwei Stunden für eine 10 Minuten Strecke gebraucht habe aber im Prinzip völlig hinter den Streikern stehe.
Die Franzosen sind stinksauer das ein, leider von ihnen selbstgewählter Präsident, die Unverschämtheit besitzt, sie zum Sparen zwingen zu wollen. Ein Präsident der, glaubt man den Gerüchten, im letzten Jahr mal eben zwischen 500 und 600 Euro für frischen Blumen an Steuergeldern für sein " Zuhause" ausgegeben hat.
Pro Tag!
Man kann jetzt pro oder contra sein für den Streik oder die Rentenreform und viele der schlimmen Straßenschlachten sind weiß Gott nicht in Ordnung oder zu entschuldigen - aber es ist irgendwie bewundernswert, wie sich die Bevölkerung eines ganzen Landes hinter eine Bewegung stellt und ihrer Regierung das "ras le bol" (was so viel heisst wie, die Nase gründlich voll zu haben) so deutlich vor Augen führt.
Freitag, 8. Oktober 2010
Mein Glück wächst auf dem Baum
Es gibt viele Bezeichnungen für das Glück und viele, sehr kluge Menschen haben schon viele, sehr kluge Bücher darüber geschrieben. Dabei scheint man sich allerorts einig zu sein, dass Geld nicht glücklich macht.
Nun, dem kann ich nicht ganz zustimmen, bin ich doch heilfroh, die finanziellen Mittel zu haben die gesalzene Tierarzt Rechnung, die uns letzte Woche ins Haus flatterte, begleichen zu können.
Jetzt könnte man denken, dass mich das bitter stimmt: allein der Gedanke was ich mir mit diesem Geld anderes hätte kaufen oder leisten können...
Nun, dem kann ich nicht ganz zustimmen, bin ich doch heilfroh, die finanziellen Mittel zu haben die gesalzene Tierarzt Rechnung, die uns letzte Woche ins Haus flatterte, begleichen zu können.
Jetzt könnte man denken, dass mich das bitter stimmt: allein der Gedanke was ich mir mit diesem Geld anderes hätte kaufen oder leisten können...
Aber ich bin zum Glück ein durch und durch positiv denkender Mensch und trauere nur in ganz seltenen Fällen einem Ereignis hinterher. Das mein blödes Pferd sich so eine seltene Krankheit einfängt und dabei vor die Hunde geht, ändert ja nichts an der Tatsache, dass die Tierärzte eine großartige Leistung erbracht haben, die nun schlicht und ergreifend entlohnt werden will.
Ich suche grundsätzlich nie das Glück in den großen Dingen.
Ich suche grundsätzlich nie das Glück in den großen Dingen.
Es sind die kleinen Dinge, die mich das glückliche Kribbeln im Bauch spüren lassen:
Mein Hund der mich morgens begrüßt, als hätte er mich ein halbes Jahrhundert nicht gesehen.
Ein Rosenstrauch, der mitten im Oktober blüht was das Zeug hält.
Mein Sohn, der mir aus heiterem Himmel anbietet, mein Auto zu putzen.
Mein Hund der mich morgens begrüßt, als hätte er mich ein halbes Jahrhundert nicht gesehen.
Ein Rosenstrauch, der mitten im Oktober blüht was das Zeug hält.
Mein Sohn, der mir aus heiterem Himmel anbietet, mein Auto zu putzen.
Die glücklichsten Momente erlebe ich seit ein paar Tagen jeden Morgen, wenn ich vom Hundespaziergang komme.
Als Allergiker kann ich, schon seit Jahrzehnten, kein frisches Obst essen. Zumindest nicht das aus dem Supermarkt. Aber ich habe in meinem Garten Apfelbäume und einer davon, ein Golden Delicious um genau zu sein, biegt seine Äste fast bis zur Erde, so voll ist er mit goldgelben Früchten beladen. Und jeden Morgen komme ich an diesen Baum vorbei und pflücke mir und den Hunden die dicksten und appetitlichsten frisch vom Ast.
Und dann beiße ich hinein.
Der Saft läuft mir an den Seiten aus dem Mund und die süßen, noch von der Nacht kalten Früchte sind für mich, die das ganze Jahr über keinen einzigen frischen Apfel essen kann, köstlichster als ein 5 Gänge Menü im Sterne Restaurant.
Wie ich schon sagte: mein Glück wächst auf den Bäumen
Als Allergiker kann ich, schon seit Jahrzehnten, kein frisches Obst essen. Zumindest nicht das aus dem Supermarkt. Aber ich habe in meinem Garten Apfelbäume und einer davon, ein Golden Delicious um genau zu sein, biegt seine Äste fast bis zur Erde, so voll ist er mit goldgelben Früchten beladen. Und jeden Morgen komme ich an diesen Baum vorbei und pflücke mir und den Hunden die dicksten und appetitlichsten frisch vom Ast.
Und dann beiße ich hinein.
Der Saft läuft mir an den Seiten aus dem Mund und die süßen, noch von der Nacht kalten Früchte sind für mich, die das ganze Jahr über keinen einzigen frischen Apfel essen kann, köstlichster als ein 5 Gänge Menü im Sterne Restaurant.
Wie ich schon sagte: mein Glück wächst auf den Bäumen
Sonntag, 3. Oktober 2010
Wenn das Gras auf der Weide das Pferd zum Sterben verurteilt
Nadjundi hat es nicht geschafft.
Dem eigenen Pferd 5 Tage lang beim Sterben zusehen zu müssen, wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht. Trauer mischt sich mit Wut und Schuldgefühlen.
Anfang letzter Woche mussten wir die bittere Entscheidung treffen, den edlen, 13 Jahre alten Vollblut-Wallach mit ganz viel Schmerz im Herzen, einschläfern zu lassen.
Haben wir dieses wunderschöne Tier zum Sterben verurteilt als wir es vor knapp zwei Monaten 700 Kilometer quer durch Frankreich karrten, um ihm, dem Ex Rennpferd, ein schönes Rentnerdasein zu ermöglichen?
Wäre er noch am Leben, wenn er im Elsass geblieben wäre?
Wir wissen es nicht.
Grass Fever oder im Deutschen Gras Krankheit ist einer der tückischsten Pferdekrankheiten, die es gibt. Sie tauchte (ironischer weise, denn mein Mann ist Schotte) vor hundert Jahren zuerst in Dundee, Schottland auf und hat Unsummen an Geld in Forschung verschlungen. Die Ursache ist bis heute gänzlich unbekannt. Der einzige gemeinsame Nenner scheint, dass es Pferde erwischt, die auf der Weide stehen. Und da Gras ja nun mal bekanntlich das Hauptnahrungsmittel der großen grazilen Vierbeiner ist, stehen sie zwangläufig die Hauptzeit ihres Lebens, fressender Weise auf einer Weide herum.
Gestern kam die Tierarzt – Rechnung. Tagessatz im Schnitt: 700 Euro. Macht bei 5 Tagen Klinikaufenthalt…... nun wie schon gesagt…ich wünsche das meinem schlimmsten Feind nicht!
Dem eigenen Pferd 5 Tage lang beim Sterben zusehen zu müssen, wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht. Trauer mischt sich mit Wut und Schuldgefühlen.
Anfang letzter Woche mussten wir die bittere Entscheidung treffen, den edlen, 13 Jahre alten Vollblut-Wallach mit ganz viel Schmerz im Herzen, einschläfern zu lassen.
Haben wir dieses wunderschöne Tier zum Sterben verurteilt als wir es vor knapp zwei Monaten 700 Kilometer quer durch Frankreich karrten, um ihm, dem Ex Rennpferd, ein schönes Rentnerdasein zu ermöglichen?
Wäre er noch am Leben, wenn er im Elsass geblieben wäre?
Wir wissen es nicht.
Grass Fever oder im Deutschen Gras Krankheit ist einer der tückischsten Pferdekrankheiten, die es gibt. Sie tauchte (ironischer weise, denn mein Mann ist Schotte) vor hundert Jahren zuerst in Dundee, Schottland auf und hat Unsummen an Geld in Forschung verschlungen. Die Ursache ist bis heute gänzlich unbekannt. Der einzige gemeinsame Nenner scheint, dass es Pferde erwischt, die auf der Weide stehen. Und da Gras ja nun mal bekanntlich das Hauptnahrungsmittel der großen grazilen Vierbeiner ist, stehen sie zwangläufig die Hauptzeit ihres Lebens, fressender Weise auf einer Weide herum.
Gestern kam die Tierarzt – Rechnung. Tagessatz im Schnitt: 700 Euro. Macht bei 5 Tagen Klinikaufenthalt…... nun wie schon gesagt…ich wünsche das meinem schlimmsten Feind nicht!
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