Mittwoch, 31. August 2011

Als ich heute morgen auf Billes Blog...

... ihre reizenden Holzpilze entdeckte, die sie in ihrem DaWanda Shop zum Verkauf anbietet, wurden sofort Kindheitserinnerungen an meinen Großvater und seine unbändige Pilz-Sammel-Leidenschaft wach. Würde er heute noch leben, würde ich sie ihm glatt kaufen. Vor ein paar Tagen habe ich, dem nassen, warmen Sommer sei Dank, sogar Steinpilze am Wegrand entdeckt. Für Opa und mich war es immer ein ganz besonderer Moment, wenn wir die exklusiven Mitglieder der Pilzfamilie in unseren Pilzkörbchen legen konnten.
bscrapt.blogspot.com
 Ich bin als Kind gerne mit "in die Pilze" gegangen. Ich liebte es mit Opa im Untergehölz entlang zu streifen, den Blick fest auf den Boden gerichtet und den plötzlichen Adrenalinkick in der Magengrube, wenn man zwischen den vielen rotbraun gefärbten Blättern eine Familie von Semmelpilzen entdeckte.
Was ich weniger witzig fand, war das Putzen und Kleinschneiden. Und essen mochte ich sie eigentlich auch nicht. Sie waren immer so glitschig und glibberig.
Nun ich denke mal, dass wenn der September so schön warm und sonnig wird, wie ich es beim "Seniorchef "bestellt habe, dann schießen die Pilze wie die Pilze aus dem Boden.

Dienstag, 30. August 2011

1.5 Milliarden Übergewichtige weltweit: ich hätte da eine gigantisch gute Idee

Als Chefin eines siebenköpfigen Familienkleinunternehmens kann ich eine kaputte Waschmaschine so gut gebrauchen, wie ein in der Sahara lebender Tuareg einen Pelzmantel!
Meine erst drei Jahre alte LG hat letzte Woche ihren elektronischen Geist aufgegeben und die Beschaffung des Ersatzteils  erweist sich als eher langwierig.
Da meine Kinder unter dem aberwitzigen Irrglauben leiden, ein Handtuch sei nach einem Mal abtrocknen unter der Dusche schmutzig, und diese dann wunderbar klamm im Wäschekorb landen, wo sie eine Woche lang mit den nachfolgenden, immer feste draufgestopften Kollegen fröhlich vor sich hinfeuchten dürfen, war meine Budget an trockenen und nicht muffigen Handtücher gestern erschöpft.
Ich beschloss welche zu waschen.
Per Hand!
Wie in den guten alten Zeiten.
Und wie ich da so über der Badewanne hing und schwitzend und stöhnend wünschte, ich hätte das alte Waschbrett meiner Urgroßmutter zur Hand, bekam ich einen Einblick dessen, was Frauen früher leisten mussten.
Von wegen früher war alles besser!
Die Handtücher in der Badewanne wurden auf magische Weise schwerer und schwerer und ich beschloss, mir die Arbeit ein bisschen leichter zu machen, in dem ich die seifigen Teile im Garten auf den Wäscheständer hing, um sie dann mittels Gartenschlauch von der Seifenlauge zu befreien.
Da sie dort aber so triefend nass, und bei der mehr als unsicheren Wetterlage im Moment, nie und nimmer trocken werden würden, musste ich sie erneut aus wringen und merkte leicht frustriert, dass die olle Seifenlauge immer noch nicht ganz ausgespült war.
Also fing ich die mühsame Prozedur von vorne an.
'Das ist Hochleistungssport!', dachte ich völlig aus der Puste und mit schmerzenden Handgelenken und mir fiel der Artikel ein, den ich ironischerweise am Morgen in der Zeitung gelesen hatte:

Forscher: Fettleibigkeit bedrohlicher als Rauchen
Mehr als 1,5 Milliarden Erwachsene sind weltweit übergewichtig, 500 Millionen sogar fettleibig. 170 Millionen Kinder sind entweder übergewichtig oder fettleibig. Das hat eine Studie der Universität Melbourne (Australien) ergeben. Die Autoren des britischen Fachjournals „The Lancet“ schlagen angesichts der Zahlen Alarm: Fettleibigkeit breite sich wie eine Epidemie aus und entwickle sich zu einer größeren Gesundheitsgefahr als Rauchen. Selbst Schwellen- und Entwicklungsländer seien betroffen. Als fettleibig gilt, wer einen Body-Mass-Index (BMI) von mehr als 30 erreicht.

Oh ich hätte da eine ganz großartige Idee:  schafft die Waschmaschinen ab!


Montag, 29. August 2011

Schlafen wie ein König in Frankreich

Lust darauf, mal in einem Bett wie Louis XIV zu schlafen und sich wie der Sonnenkönig in VERSAILLES zu fühlen? Und das Ganze dann auch noch in der Normandie?
Was haltet Ihr von dem hier? Meint Ihr das würde Euren Ansprüchen genügen?




Zu Pompös?
Vielleicht doch lieber in einer romantischen Dachkammer in den oberen Etagen des normannischen Schlosses?



Wie wäre es hier mit?
Ganz original im französischen Landhausstil ?
Und wenn Ihr dann fertig seid mit dem schlafen, wandelt Ihr durch die eleganten Gänge, raus aus dem Schloss in den Garten....



http://www.domainedumont.com
Das ist es was ich an meinem Beruf (Scrapbooking-Tutorin) so liebe.
Nicht nur mich künstlerisch austoben zu können, sondern auch ganz reizende, aussergewöhnliche Menschen kennelernen zu dürfen.
Seit ein paar Wochen habe ich Mandy, eine Engländerin aus Portsmouth in meinen Kursen. Sie lebt seit ein paar Jahren mit ihrem Mann in der Normandie und kümmert sich um eben jenes Anwesen.
Was für ein toller Arbeitsplatz.
Mehr Bilder von dem Anwesen ganz in der Nähe von Pont Audemer: Domaine Du Mont

Samstag, 27. August 2011

Irgendwie nicht meine Woche!

Es gibt so Momente da frage ich mich......
Erst setze ich mein Auto in den Gulli!
Dann habe ich einen Platten!
Gestern macht meine erst 3 Jahre alte Waschmaschine schlapp und der Kundendienst meint, die ganze Elektronik ist im Eimer, die Beschaffung des Ersatzteils würde 10 Tage dauern und ich müsste mit einer saftigen Rechnung rechnen.
Und............ als ich heute meinen Reifen bei meiner Dorfwerkstadt abholen möchte, eröffnet mir mein Lieblingsautomechaniker, dass sich ein Hufnagel im Reifen fest gefressen hätte und er leider nicht mehr zu retten sei. Ergo muss ein Neuer her.
Ach ich liebe es, wenn das Leben so rund läuft!

Der verregnete Sommer 2011 in der Normandie...

... über den ich eigentlich nicht reden, geschweige den schreiben wollte.
Aber nachdem ich heute Nacht mehr als nur einmal aus dem Schlaf gerissen wurde, weil sich trommelnde, wasserfallähnliche Wassermassen über die Veluxfenster in der Dachschräge unseres Schlafzimmers ergossen, geht das mit dem großzügig ignorieren nicht mehr so gut.
Ausserdem steht bei Wikipedia
Definition Blog:
Ein Blog oder auch Web-Log, Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch, ist ein auf einer Website geführtes und damit – meist öffentlich – einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Web-Logger, kurz Blogger, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert oder Gedanken niederschreibt.
So!
Und da man ein Tagebuch in allererster Linie für sich schreibt und ich auch ab und an nachlese, was ich so vor ein paar Jahren schriftlich verzapft  habe, protokolliere ich heute den Sachverhalt des verregneten normannischen Sommer 2011, in der Hoffnung, dass ich im Sommer 2012, unter der Hitze stöhnend, diesen Eintrag nachlese.
Im Augenblick scheint die Sonne und ein  Teil vom Himmel ist strahlend blau, aber im Süden türmen sich gigantische Kumuluswolken auf.
Das alles ist aber nichts im Vergleich zu Hurrikan IRENE der heute in NEW YORK erwartet wird.
Man kann nur hoffen und beten, dass er nicht so schlimm wird wie alle befürchten.
Da ist so ein bisschen nächtlicher Trommelregen auf meinen Fenstern pipifax dagegen.

Ich wünsche Euch allen ein nettes Wochenende

Freitag, 26. August 2011

Es kreucht und fleucht ... in und um unser Haus

Dass unser altes französisches Landhaus so eine Art Jugendherberge für viele Tierarten ist, ist mir nicht neu. Aber die auf Augenhöhe und urplötzliche Begegnung mit dem mir bis dahin unbekannten neuen Bewohner, hat mich gestern Abend vor Schreck kurz das Katzenfutter fallen  lassen.
In einem interessanten Bericht der BBC wurde geschildert, wie schnell sich die Natur die Gebäude der Städte unter den Nagel reißen würde, würde die Menschheit von heute auf morgen aussterben.
In nur knapp hundert Jahren wäre zum Beispiel ein Haus wie das unsere, von grünen Natur-Monstern völlig überwuchert und die Tiere würden sich die verlassenen Gemäuer unter den Nagel reißen.
Nun - wir - also die Menschen - sind zwar noch nicht ausgestorben, aber die Viecher haben bei uns jetzt schon die Oberhand.
Und nach dem krassen nassen Sommer komme ich dem grünen Gras- und Unkraut Monster auch nicht mehr bei.
Aber von vorne:
Im Haus wohnen die Katzen mit den Hunden, inklusive Wellensittiche.
Auf der Weide, je nach Jahreszeit, zwischen zwei oder fünf Pferde.
Soviel zu den "Eingereisten", also zu den von uns Menschen mitgebrachten Viechern.
Nun zur Adresse derer, die hier schon seit ewig zu wohnen scheinen.
Darf ich vorstellen?
Die Sippe der Spatzen: in der Kolonie zur linken Dachhälfte
Das Geblüt der Stare: in der Kolonie zur rechten Dachhälfte
Das Geschlecht derer von und zu Schwalbe: in der Sommerfrische auf dem Elektrokabel quer über dem Grundstück.
Familie Fledermaus: unter den oberen Fenstersimsen.
Der Clan der Bienen: in den vielen Fugen zwischen den Backsteinen.
Die Sippschaft der Hummeln: unter dem oberen Veluxfenster
Die Mischpoke der Wespen: in einer Luke unter dem Dachvorsprung - da wo keine Normalsterblicher je hinkommen kann und man zur Besseitigung die Feuerwehr rufen müsste.
Von und zu Taube: in der Tanne rechts neben dem Haus
Der Kauz mit seiner Familie: in der alten Scheune.
Igel, Mäuse, Hasen, Frösche, Füchse und was sonst noch so kreucht, fleucht oder fliegt: in den Weiten unseres Gartens, vornehmlich in den alten Brombeerhecken an der Grenze zum Nachbargrundstück.
Und das ein oder andere Reh oder Wildschwein haben auch schon mal bei uns vorbei geschaut.
Soweit so gut -  und uns, also mir und meiner Familie, auch bestens bekannt.
Gestern Abend aber, fiel mir, wie schon oben erwähnt, angesichts der "neuen" Bewohnerin - neu ist hierbei relativ, denn vielleicht lebt sie ja schon ewig hier und ich habe es nur noch nicht mitbekommen-  vor Schreck die Dose aus der Hand.
Ich war gerade dabei die Katzen auf der Terrasse zu füttern und richtete mich auf, als ein ohrenbetäubender Schrei direkt vor mir, mir das Blut in den Adern gefrieren ließ. Noch bevor ich mich davon richtig erholen konnte, starrte ich sekundenlang in die wunderschönen, runden Knopfaugen in dem weißen, herzförmigen Gesicht einer Eule, die mit einer gefühlten Flügelspannweite von mehreren Meter ganz knapp über meinen Kopf segelte. Und als hätte sie geahnt, wie sehr mein Herz klopfte, drehte sie noch einmal, begleitet von einem durchdringenden Schrei in der stillen Nacht, eine elegante Runde über mich und die fauchenden Katzen, um dann im Steilflug nach oben unter dem Dachvorsprung zu verschwinden.

Wow!
Es dauerte ein paar Sekunden, bis ich meine eingefrorenen Glieder dazu bewegen konnte, wieder ins Haus zu gehen.
Die Katzen nahm ich vorsichtshalber lieber mal mit und sperrte sie im Haus ein.
Man kann ja nie wissen, auf was eine Eule so gerade Appetit hat.

Donnerstag, 25. August 2011

Scrapia hat ein neues Mini Album auf You Tube

Mein neues Scrapbooking Mini Album ist fertig.
Wer Lust hat, kann es sich auf meinem YOU TUBE Kanal anschauen. Da gibt es auch nocht mehr von der Sorte


Montag, 22. August 2011

Normannischer Garten: Kleine Kastanie ist plötzlich groß

Mit den Kindern unserer Freunde geht es uns so:
hat man die ein Weile nicht gesehen und stehen sie plötzlich vor uns, dann bringt man sie in totale Verlegenheit, weil man überrascht ausruft: "Mannomann, bist du aber groß geworden!"



Mit unseren eigenen Kindern geht es uns so:
Kaum hat man sich zweimal rumgedreht und plötzlich ist das kleine, niedliche Baby, welches gestern noch friedlich schlafend in seinem Kinderbettchen lag, erwachsen und bringt unser Herz zum rasen, weil es sich plötzlich die Autoschlüssel greift und ruft:
"Hy Mama! Ich bin dann mal weg!"

Wer hätte gedacht, dass es mir mit einem Baum in unserem Garten genauso gehen würde!
Beim Rasen mähen in diesem Frühjahr schaute ich mit offenen Mund auf die Kastanie, die sich langsam zum stattlichen Baum mausert und zwar ohne, dass ich das bewusst mitbekommen habe.
Und................ sie blühte.
Gekauft hatte ich sie als Miniaturversion, kaum größer als ich, als wir das Haus kauften, und in den ersten Jahren bewachte ich sie wie einen heiligen Schatz, denn der Schottengatte hat die unangenehme Eigenschaft beim Rasen Mähen alles umzunieten, was nicht mindestens drei Meter hoch ist.

Aber dann kamen andere Baby-Bäume, die meine Aufmerksamkeit in Anspruch nahmen, der Garten wurde immer größer und Kastanie war auf sich allein gestellt.

Während ich mich, mit der Kamera vor dem Auge, in die Tiefe der Blüten begab, die übrigens aussehen wie Mini Orchideen, bekam ich den Schreck meines Lebens als ich plötzlich ein braunes Ungeheuer vor der Linse hatte : ein Maikäfer!








...und wie ich weiter meine Runden im Garten drehte, um zu schauen was ich noch so alles verpasst habe, schaute ich in mein verwaistes Gewächshaus und gucke mal schau: da wächst noch eine Kastanie!
Aber die habe ich  dort gar nicht hin gepflanzt!
Muss ein Vogel gewesen sein!
Also auf die nächsten zwanzig Jahre.
Habt Ihr das als Kinder auch immer gemacht?

Sonntag, 21. August 2011

Radwechsel: Der zweite Teil von Frau am Steuer

Die Nachwirkungen von meinem Schlamm-Massel vorgestern war ein platter Hinterreifen an meiner Kangoo gestern. Nach kurzer telefonischer Rücksprache mit der unglaublich griesgrämigen Frau meines Lieblings KFZ Meisters hier in unserem Dorf, die mir unfreundlich versicherte, dass ihr Mann über das Wochenende total ausgebucht sei und ich mindestens bis Dienstag warten müsste, beschloss ich die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Mein  Teenager Sohn ist ja normalerweise für solche Art von Aktivitäten überhaupt nicht zu haben, noch dazu wenn seine Freundin gerade zu Besuch da ist, aber irgendwie schien ihn das schlechte Gewissen, ob meiner niedergeschlagenen Gesichtszüge zu plagen und trommelte die Family zusammen.
Schon mal zu fünft ein Rad gewechselt?
Das kann echt lustig werden.
Es wurde sogar ein richtiges "Family Come Together Festival" daraus.
Kleine Tochter, Mondscheinbaby im Kinderwagen, Sohnemann mit Freundin und der gerade von der Arbeit kommende Schwiegersohn, inklusive herum wuselnder Hunde halfen alle mit und jetzt weiß ich wenigstens wo die ganzen nötigen Utensilien in meinem Auto versteckt sind und wie sie funktionieren, sollte ich mal JWD von zuhause einen Reifen auswechseln müssen.

Euch allen einen wunderschönen sommerlichen Sonntag
Pia

Freitag, 19. August 2011

Wie war das doch gleich? Frauen am Steuer...?!

Nach den monsunartigen Regenfällen wollte ich gestern meinen Sohn in die Stadt fahren und dabei nur eben schnell - oh wie ich eben schnell hasse! Hat es mich in letzter Zeit doch mehr als einmal in die Bredouille gebracht! - also wie gesagt, nur eben schnell die Gelegenheit nutzen und die vielen Maulwurfhügel, die sich am Auffahrtsrand wie ein Lauffeuer ausbreiten, platt walzen.
Die Erde war von dem gewaltigen Gewitterregen gestern nachmittag völlig aufgeweicht und ich fuhr langsam am Wiesenrand entlang. Was ich in meinem Eifer, den hässlichen Maulwurfhügeln den Garaus zu machen, völlig vergass war, dass sich dort auch die die Sichtungsluke, von dem seit ein paar Wochen neu gelegten Elektrokabel befindet, die von den Elektrikern mit einer, im Vergleich zu unsere Auffahrt, winzig kleinen Betonplatte zu gedeckt wurde. Und als ich diese, wohlgemerkt langsam, überfuhr, brach sie in zwei Stücke..........und ich und meine heiß geliebte Kangoo saßen fest.
Aber so richtig!
Als sich dann in diesem Moment erneut die himmlische Schleusen öffneten und sich unglaubliche Wassermassen über uns ergossen, ging nichts mehr.
Weder vor noch zurück!
Wir sassen fest!
Tja , typisch blond! würde ein Macho wohl sagen. Sich in der eigenen Auffahrt festzufahren, da gehört schon eine Priese Blödheit dazu!!!
Selbst unser Traktor wurde dem Sog des guten alten normannischen Lehmbodens nicht Herr .
Erst unser Nachbar, dessen Trekker locker dreimal so groß ist wie unserer, konnte uns, ein paar Stunden später, aus dem sprichwörtlichen "Schlamm-massel" befreien. :-)

 
 

 
Fazit:
Nur eben schnell hat sich für mich erledigt!

Donnerstag, 18. August 2011

Über gewöhnliche und (sehr) ungewöhnliche Pflänzchen

Nach meinem Tine Wittler Aufreger gestern, musste heute was Positives her und da kamen mir die Fotos, die Große Tochter in unserem Garten schoss, gerade recht. Heute also Eindrücke aus unserem normannischen Wildgarten, der sich im Gegensatz zu uns Menschen, ganz hervorragend mit dem vielen Regen in diesem Sommer abgefunden hat.
Los geht's und Gute Laune beim Schauen:

 
 
 
 
 
 
 
...ein ganz besonderes Pflänzchen..
...das Sonnenscheinpflänzchen...

 PS: Kleiner Tipp für alle die wie ich Kleinkinder und Babys, aber auch Tiere fotografieren wollen und keine ANNE GEDDES sind: Serienbildeinstellung ist für solche Bilder unschlagbar! Man hat dann zwar viele Bilder auf der Speicherkarte, aber eins ist bestimmt dabei, das dem Niedlichkeitsfaktor der GEDDES Bilder durchaus Konkurrenz machen kann.

Dienstag, 16. August 2011

Mein Aufreger der Woche

Gestern habe ich deutsches Fernsehen geschaut.
Fringe,  einer meiner Lieblingsserien hat wieder angefangen, und ich finde die Mischung aus Krimi und Phantasie so richtig spannend.
Was ich jetzt weniger spannend finde, sind die langen Werbepausen.
Aber wozu hat frau eine Fernbedienung?
Und da die Unterbrechungen immer länger zu scheinen werden, kann man, wenn man es geschickt timed mehre Sendungen auf einmal schauen. Tja und so rutschte ich in Tine Wittlers Hauserneuerungsbrimbamborium........... und wurde nach nur wenigen Minuten ziemlich sauer.
Passiert mir eigentlich selten, denn eben jene oben erwähte Fernbedienung ist dazu da, bei Nichtgefallen einer Sendung, entweder um- oder auszuschalten.
Aber manchmal ist man so genervt, von dem, was man da zu sehen bekommt, das man den Reflex des Umschalten schlicht und ergreifend vergisst.
Tja und gestern Abend kam Tine Wittler in ein Haus, das drei gesunde und wohl auch ganz offensichtlich nicht ganz unintelligente Frauen in einen Ort der Verwahrlosung hinein gewirtschaftet hatten, die mir die Spucke verschlug.
Dass es Messies gibt, die mentale Probleme haben ist mir bekannt - aber gleich drei auf einmal?
Und keiner von den Ladies war in der Lage sich einfach mal einen Müllsack zu schnappen und irgendwo in diesem Haus des Grauens irgendwie anzufangen?
Und dann eilt auch noch RTL herbei und renoviert das Haus von Grund auf inklusive Dachstuhl?
Also nichts dagegen, das das Fernsehen einspringt, wenn jemand unverschuldet in eine Notsituation gerät und auch noch eine Sendung daraus macht, aber das gestern abend ging mir einfach ein bisschen zu weit.

Montag, 15. August 2011

Essen und Trinken in Frankreich: Normannische Pizza

Schon mal Pizza mit Kartoffeln gegessen? Oder mit Apfel und Sahne?
Nein?!
Na dann wart Ihr noch nicht in der Normandie!

Große Tochter und ich fahren nach Rouen, um zu shoppen.
Wir tigern ein bisschen in der altehrwürdigen Stadt herum und ich ärgere mich zum wiederholten Male, dass ich meinen Fotoapparat vergessen habe. So ein paar schöne Bilder für meinen Blog wären nicht schlecht gewesen. wie so oft, wenn man da lebt wo andere Urlaub machen geht man an den Sehenswürdigkeiten vorbei und erachtet sie als selbstverständlich.
Na, dann eben beim nächsten Mal.
Irgendwann fängt der Magen an zu grummeln und ich lade Große Tochter zum Essen ein.
Wir sind uns beide schnell einig, dass wir mal wieder Lust auf Pizza haben.
Wir setzen uns in das kleine, schnuckelige Pizza Restaurant, in einer der vielen engen romantischen Seitengassen von Rouen und studieren aufmerksam die Menukarte.
Neben den Klassikern wie Margherita, Regina und Royale hat der Restaurantbesitzer bei der Kartengestaltung seiner Fantasie  freien Lauf gelassen. Ich überspringe die verrückten Namen seiner Pizzakompositionen und konzentriere mich auf den Belag.
Chorizo (so eine Art extrem fettige Salami), Camembert, Muscheln, Lachs, Crème fraiche sind wie üblich dabei. Ja, auch die normannische Version mit Kartoffelscheiben ist vertreten.
Und Nein!
Die habe ich noch nie gegessen, denn ich finde Pizza mit Kartoffeln irgendwie genauso appetitlich wie Reis mit Nudeln! Getrennt jederzeit gerne, aber zusammen? Bhrrr!
Dann stolpere ich über Pizza mit Apfel! Uii, die ist mir neu - aber normannisch logisch, ist die Normandie doch für ihren Calvados (Apfelschnaps) berühmt.
Ich bin überrascht, denn normalerweise kann der Franzose mit der Kombination süß und herzhaft nicht allzu viel anfangen. Kartoffelpuffer mit Apfelmus ist hier gänzlich unbekannt.
Als alter Liebhaber der Pizza Hawai - die habe ich hier noch nie in einer Pizzeria gefunden - könnte ich mir fast vorstellen, die mal zu probieren.
Doch dann stoße ich auf eine Pizza, die sogar eine leidenschaftlichen Süß Sauer Essende wie mich ein wenig zum Frösteln bringt:
Pizza mit............. Honig!
Oh nee, Leute! Also alles was recht ist.



Samstag, 13. August 2011

Mein Babyjahr geht dem Ende zu...

Der Titel ist falsch. Eigentlich muss es heißen:
Mein Baby-Oma-Hotel Mama Direktorin-Großfamilienmutter-Jahr geht dem Ende zu!
Kleine Tochter, Schwiegersohn und 7 Monate alte Enkeltochter ziehen am 1. Oktober in ihre eigene Wohnung, ins 5 km entfernte Pont Audemer.
Bin ich traurig?
Ja!
Nein!
Ein bisschen!
Eigentlich gar nicht!
Ich freu mich für die Kids!
Ehrlich!
Und ich bin erleichtert!
Zur Erinnerung:

Am meisten freue ich mich eigentlich auf das Haus durchputzen.
Das habe ich in den vergangenen Monaten auf meiner Prioritätsliste ganz weit nach unten gesetzt.
Zum ersten, weil mir die ersten intensiven Monate mit meinem Enkelkind mehr wert waren als jedes geputzte Fenster, das außer mir sowieso niemand zur Kenntnis nimmt. Und zweitens, weil ich vor lauter Hinterher räumen gar nicht wirklich zum Putzen komme.
Eine Freundin machte sich kürzlich auf Facebook über sich selbst lustig, weil sie vor dem Besuch ihrer Putzfrau stundenlang alles aufräumte.
Ich kann es ihr nachfühlen: in einem Haus in dem überall Schuhe von Grösse 43 bis 17 herumfliegen, von den ganzen Jacken und Mänteln, dem genialen Sommer sei Dank, die natürlich nie in der Garderobe, sondern auf sämtlichen Stühlen und Sesseln wieder zufinden sind, mal ganz abgesehen, ist an wirkliches Putzen, bis in die hinterste Ecke nicht zu denken.


Schon längst verbannte Kinderbetten, Hochstühle, Laufställe und Plüschtiere in allen Variationen bevölkern nicht nur wieder mein Haus, sondern auch meinen Workshop und ich musste mehr als nur einmal, ganz fest die Zähne zusammen beißen, um nicht wild um mich schreiend, von Krankenpflegern in die nächstbeste Irrenanstalt abgeführt zu werden. Mein deutsches Gemüt sehnt sich mittlerweile leidenschaftlich nicht nur nach einem (permanent) aufgeräumten, sondern nach einem wieder wirklich sauberen Heim!


Und Nein!
Ich glaube nicht das ich das geräuschvolle Chaos vermissen werde!
Seit 25 Jahren bin ich Vollblutmama! Ich denke ich habe mir "das Recht" auf eine Jobveränderung redlich erarbeitet! :-)

Ein schönes Wochenende Euch allen
Pia


Donnerstag, 11. August 2011

Amazons Kindle: Warum auswandern heute so viel angenehmer ist als vor 30 Jahren

Als ich vor knapp 30 Jahren mit meinem Göttergatten nach Frankreich auswanderte - offiziell für ein paar Jahre: "Dann gehen wir wieder zurück!"  - durfte ich mich noch mit diversen Nebenwirkungen wie Heim-Freundes-und Familienweh,  Lieblingsspeisenentzug,  ausschließlich französischem Fernsehen,  Lesestoffverlust und Sehnenscheidentzündungen herumschlagen.
Internet mit Email gab es für uns Normalheimer noch nicht.
Die ellenlangen Briefe an die Beste Freundin mussten nicht nur handschriftlich geschrieben werden, sondern es brauchte Tage, bis der ebenso ellenlange Antwortbrief zurück ins Haus flatterte.
Wenn uns die Seelen zu sehr brannten griffen wir gezwungenermaßen zum Telefon.
Mit schlechtem Gewissen.
Mondscheintarife, Skype oder Messenger waren noch Embryonen in den Gehirnen ihrer Erfinder.
Wenn die Göttergatten  am Ende des Monats zähneknirschend die Mörder-Abrechnung wegen stundenlanger Auslandskommunikation der Telekom bezahlen mussten, gab es regelmäßig Stress.
Als endlich die moderne Invasion der Computer, inklusive elektronischen Mails, in unserem
deutsch-schottischen Haushalt Einzug hielt, entspannte sich das Familienklima erheblich.
Meine ersten Emails an die BF wurden allerdings sehr skeptisch beäugt.

Immer wieder versicherte sie mir, dass sie doch lieber mit Füller und Papier schreiben würde. Dieses ganze elektronische Datenverarbeitungsbrimborium sei ihr definitiv zu unheimlich.
Ungeachtet dessen wurde sie über die Jahre von der praktische Seite des 'ich-schreibe-meinen-Brief-drücke-auf-Enter- und-schwupps-ist-er-800km von Deutschland entfernt-im französischen Briefkasten'  schlicht und ergreifend überrollt. Zwar hat sich die BF noch immer nicht wirklich mit dem Computergedöns -wie sie sagt -  anfreunden können aber meine letzte, auf die altmodische Art geschriebene Mitteilung von ihr an mich, waren die Grüße auf der Geburtstagskarte im letzten Jahr.
Soviel zu den Emails.
Die beste Erfindung für mich arme, alte, im Ausland Trübsal blasende Leseratte war aber mit Abstand der Amazon Online Bücher Shop.
Noch im Nachhinein könnte ich Jeff Bezos zu Tode knuddeln vor lauter Dankbarkeit für seine geniale Erfindung.
Als mir der Schottengatte 1995 ein Account einrichtete und wir zusammen ein paar Bücher online, damals noch aus Amerika, bestellten, konnte ich mein Glück kaum fassen.
Endlich, endlich konnte ich wieder nach Herzenslust lesen.
Der geneigte Leser wird sich an dieser Stelle vielleicht fragen: Hat Frankreich keine Bücher?
Doch!
Und eigentlich lese ich querbeet alles was mir  unter die Finger kommt aber:
ich hasse es, auf französisch zu lesen!
Es hat was mit der grammatikalischen Schreibweise französischer Romane zu tun.
Sie werden nach wie vor im passé simple, eine französische Form der Vergangenheit, die nur in geschriebener Sprache vorkommt, verfasst, und das heißt im Klartext, jedes Verb in der dritten Person Singular endet auf 'a' endet.
Il alla, il manga, il coiffa, il regarda .......
Das macht mich auf Dauer schlichtweg so kirre, dass ich mich vor lauter A's nicht mehr auf die Story konzentriere, sondern nur noch wütend auf die Verben starre.
Zudem haben französische Schreiberlinge, ob jetzt Schriftsteller oder Journalisten, die nervige Angewohnheit, ellenlange Sätze zu konstruieren. Bin ich  am Ende angekommen, habe ich den Anfang vergessen und kann geradewegs wieder von vorne anfangen.
Da lobe ich mir die Angelsachsen und lese am liebsten auf englisch.
Deren Bücher werden in Paris bei WH Smith, dem berühmten englischen Buchladen in der Rue de Rivoli  in der Nähe von der Place de la Concorde, verkauft.
Und der ist von meiner beschaulichen Normandie 160 km  entfernt.
Somit war der Einzug von Amazon in meinem Leben ein Segen. Und als es den Online Shop dann auch noch in Deutschland und Frankreich gab, gab es für mich keine Halten mehr.
Und nun bin ich wieder mal in meine Sieben-Meilen-Zukunfts-Stiefel geschlüpft und habe mir einen KINDLE gekauft: das elektronische Buch von Amazon!
Und ich bin genauso begeistert wie damals, als ich die ersten Mails an meine BF verschicken konnte, ohne mir regelmäßig einen Schreibkrampf inklusive einer Sehnenscheidentzündung einzuhandeln.

Der KINDLE von Amazon
Für mich als "Ausländer" ist diese Erfindung total genial.
Ich muss in keinen englischen JWD entfernten Buchladen fahren, muss nicht mehr  tagelang auf Post und somit auf Lesenachschub warten.
Ein Knopfdruck und dreißig Sekunden später ist mein Buch, zu jeder nur erdenklichen Tages- oder Nachtzeit auf meinem elektronischen Leser. Mal abgesehen davon, dass ich bis zu 3000 Bücher auf diesem Teil speichern kann, kann ich mir von jedem Buch eine umfangreiche Leseprobe herunterladen und mich danach erst entscheiden, ob ich das Buch kaufen möchte oder nicht.
Diese Funktion hat mir jetzt schon den ein oder anderen Euro erspart. Auch an das Lesen mit dem Kindle gewöhnt man sich schnell und im Bett abends möchte ich mein, im Vergleich zu einem schweren Schmöker federleichtes, elektronisches Gerät nicht mehr missen.
Ich kann die Schrift vergrößern oder verkleinern wie ich sie brauche, den Reader drehen und wenden wie ich es will und abends in aller Ruhe bei Amazon online stöbern, mir mein nächstes Buch aussuchen, die Rezessionen lesen und dann kaufen oder auch nicht - ganz wie es mir beliebt. Die Batterien halten fast endlos. Ich kann zwei Bücher lesen ohne nur einmal nachladen zu müssen und muss mir auch keine Seitenzahl mehr merken. Und dank seiner Technologie, die ohne beleuchtenden Hintergrund arbeitet, kann ich lesen und lesen und lesen ohne dass meine Augen müde werden.
Hach Ihr merkt es schon: ich bin total verknallt!
Die Frage die sich an dieser Stelle nun stellt:
Wird sich meine BF von mir anstecken lassen und sich auch einen Kindle kaufen?
Im Leben nicht!
Kennt Ihr die Werbung wo sich ein junger Mann beschwert, dass er zu nichts mehr kommt, seit seine Mutter stolze Besitzerin eines Laptops ist, weil sie ihn permanent anruft und fragt, ob man Mails auch Sonntags verschicken kann oder sie glaubt mit einem Tastendruck  das ganze WWW gelöscht zu haben?
Tja - meine BF ist zwar nicht ganz so blond aber auch nicht soooo weit davon entfernt.
Meine BF mit KINDLE? Im Leben nicht!

"Bist Du wahnsinnig?" würde sie mich fragen, wenn ich sie vom Kindle überzeugen wollen würde.
"Stell  Dir doch nur mal vor ich lese "mein Kindle Buch" entspannt mit Kerzenschein in der Badewanne! Und dann rutscht mir das dusslige Teil aus Versehen von den glitschigen Fingern.
Dann hätte ich mal eben so 130 Euro in den Sand beziehungsweise ins Wasser gesetzt!
Im Leben nicht!"

Tja so ist sie halt meine BF.
Aber: wo sie recht hat, hat sie recht.
Den Kindle in der Badewanne zu lesen ist vielleicht nicht ganz ungefährlich. :-)))
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