Mittwoch, 27. Juni 2012

Der Mensch denkt und Gott lenkt?

Was passiert bei Familie Normalo, wenn alle Kinder für den Abend ausfliegen, der Göttergatte auf Geschäftsreise im fernen Deutschland weilt und im Fernsehen doch tatsächlich mal was  Interessantes für die Leiterin "des kleinen aber erfolgreichen Familienunternehmens" läuft?
Genau!
Die Chefin gönnt sich einen geruhsamen ruhigen Abend, pfeift ausnahmsweise auf Dinnercanceling - auch wenn sie weiß, dass sie es am nächsten Morgen erbarmungslos auf der Waage stehend bereuen wird - gönnt sich ein, oder auch zwei leckere, belgische Weißbier....das bayrische gibt es in Frankreich nicht... und lässt den lieben Gott einen guten Mann sein.
Soweit bei Familie Normalo.
Zu der gehöre ich aber nicht.
Ich sitze gestern Abend gemütlich auf der Couch und tue aber trotzdem so ...da spitzen die Hunde plötzlich die Ohren und fangen unheilvoll das Grummeln an.
Ein fremdes Auto fährt die Einfahrt hoch.
O-Oh!
Kein gutes Zeichen!
Unsere Einfahrt ist über 100 Meter lang und die fährt man mal nicht einfach so "aus Versehen" hoch.
Der Mann der aussteigt ist jung und hat - ich muss zugeben, ich bin erleichtert und mein Misstrauen senkt sich sofort um ein paar Grad - eine weibliche Begleitung dabei.
"Bei uns sind zwei fremde Pferde" sagt er "Gehören die Ihnen?"
Ich verdrehe die Augen, atme tief aus und mit einem sinkenden Gefühl in der Magengrube - das kann jetzt Stunden dauern - bedanke ich mich bei dem jungen Pärchen und sprinte zum Stall. Vorbei an dem Wallach, der als einziger ganz brav und etwas verloren auf der Weide steht und den dussligen Stuten ganz offensichtlich nicht hinterher gedackelt ist.
Braves Pferdchen!
Und mein Glück im Unglück, denn er und ich haben ein Autoritätsproblem.
Mit dem Zaumzeug in der Hand krabble ich über den Zaun zum Nachbarn und höre die Pferde auf dem gepflegten Rasen hin und her galoppieren. Na, der wird begeistert sein, wenn er morgen früh die Hufspuren sieht!
Mittlerweile bin ich so sauer, dass ich mich todesmutig mitten in den Weg der galoppierenden Stute werfe und ihren Hals umklammere.
In Rekordzeit gelingt es mir, ihr das Zaumzeug über den unmutig hin und her werfenden Kopf zu streifen und ich setze zum großen Umweg an: raus aus Nachbars Grundstück, die Straße entlang und wieder zu uns in den Garten. Ich sperre die Viecher vorsichtshalber auf eine andere Weide und suche nach dem Loch im Zaun. Doch langsam wird es dunkel und ich sehe nicht mehr all zu viel.  Völlig nass geschwitzt komme ich im Haus an.
Dort laufen gerade die letzten Minuten der Sendung, die ich schauen wollte.
Der Auswanderer Tausch:
Wie fühlt sich eine nach Brasilien ausgewanderte Familie, wenn sie nach 4 Jahren für eine Woche nach Deutschland zurückgeht.

Manchmal hasse ich meinen französischen Zoo!

Kommentare:

SallyB. hat gesagt…

ja die halten eine(n) ganz schön auf Trapp ;o), abe rich glaube, dass Du bei der Sendung nichts verpasst hast, ich habe nach 15 min freiwillig abgeschalten

Nina hat gesagt…

Toller header! So schön modern! Gefällt mir gut!
LG Nina

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Kommentare salzen meine Bloggersuppe ...

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